Der westliche, informelle außereuropäische Kunstmarkt: Wie interagieren die Teilnehmer dieses Kunstmarktes und wie stehen sie den Produzenten und Obje by Marina Ginal

Der westliche, informelle außereuropäische Kunstmarkt: Wie interagieren die Teilnehmer dieses…

byMarina Ginal

Kobo ebook | August 6, 2008 | German

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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,7, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Ethnologie und Afrikanistik), Veranstaltung: Kunstethnologie, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit soll einen Überblick über die in den außereuropäischen Kunstmarkt involvierten Menschen und Dinge geben. Sie handelt von Produzenten außereuropäischer Objekte, den Objekten selbst, sowie den Markteilnehmer im Westen. Gerade auf diesem Markt es gibt eine starke Trennung zwischen den Künstlern bzw. Produzenten auf der einen Seite (sie befinden sich in Afrika, Ozeanien, Amerika etc.) und den Rezipienten der Objekte (Händler und Sammler) auf der anderen Seite. Stark geprägt durch die Hegemonie des Westens drücken sich auf diesem Kunstmarkt altbekannte Machtstrukturen aus, die in Konzepten der Authentizität und des Othering münden. In dieser Arbeit soll es deshalb nicht um außereuropäische Lebenswelten und deren Ausdruck in Form von materieller Kultur gehen, sondern um eine Aneignung von Objekten, die dem außereuropäischen Kontext entnommen und auf dem westlichen Kunstmarkt neu kontextualisiert werden. Der Künstler soll nicht verleugnet werden, aber es geht um die westliche Perspektive auf die Künstler, die als primitiv gelten und deren Kunst 'primitiv art' genannt wird. Durch die Anonymisierung des Produzenten wird ihm jede Innovativität und Individualität abgesprochen. Die einzige Verbindung zwischen Produzenten und Rezipienten ist das Objekt. Durch dessen Grenzüberschreitung zwischen Nicht-Westen und Westen wird das Objekt 'rein gewaschen' und seine Bedeutung für den Produzenten erlischt. In diesem Prozess wird das Objekt zur Ware und zur Kunst gemacht. Die westliche Objektbiografie entscheidet nun über Beliebtheit und Marktwert. Seine Herkunft wird nur interessant, wenn es dadurch die Nachfrage nach Authentizität befriedigt. Die Marktteilnehmer, stellen eine Gruppe mit gleichem kulturellem Wissen und sozialem Code dar und sind mit einem Machtkonzept der Kennerschaft ausgestattet. Aufgrund ihres ausgeprägtes Distinktionsbedürfnis sprechen sie nur sich selbst die Entscheidungsfähigkeit zu, ein Objekt als wertvoll zu beurteilen. Der Zwischenhändler, der sich außerhalb des Westens befindet, fungiert zwar als Mittler zwischen den Produzenten und Rezipienten, da er die Objekte authentisiert und individualisiert, kann aber nicht zum Feld zugehörig gesehen werden. Zu diesem zählen ausschließlich die westlichen Marktteilnehmer.
Title:Der westliche, informelle außereuropäische Kunstmarkt: Wie interagieren die Teilnehmer dieses…Format:Kobo ebookPublished:August 6, 2008Publisher:GRIN VerlagLanguage:German

The following ISBNs are associated with this title:

ISBN - 10:364013124X

ISBN - 13:9783640131242

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