Der Wissenschaftstheoretische Realismus Und Die Autorität Der Wissenschaften by Paul FeyerabendDer Wissenschaftstheoretische Realismus Und Die Autorität Der Wissenschaften by Paul Feyerabend

Der Wissenschaftstheoretische Realismus Und Die Autorität Der Wissenschaften

byPaul Feyerabend

Paperback | January 1, 1978 | German

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Die Aufsätze in diesem Band befassen sich mit gewissen Aspekten der Rolle der Wissenschaften in unserer Kultur. Im ersten Teil wird gefragt, ob die Wissenschaft einen Beitrag zu unserem Weltbild leisten kann, oder ob sie einzig dazu taugt, Voraussagen zu machen oder Erfahrungen zu ordnen in einer Welt, deren Züge durch andere überlegungen bereits festgelegt sind. Im zweiten Teil wird gefragt, ob die Methoden und Ergebnisse der Wissen­ schaft wirklich die immense Autorität haben, die man ihnen heute zuschreibt. Die Antwort auf die erste Frage lautet: die Wissenschaft kann eine Kosmolo­ gie im vollen Sinne des Wortes sein, sie ist in dieser Hinsicht der Religion, der Philosophie, dem Alltagsdenken, dem Mythos sicher nicht untergeordnet. Ich erreiche diese Antwort auf dem Umweg über die Diskussion eines Problems, das in der Literatur den etwas pompösen Namen 'Das Problem der Existenz theoreti­ scher Entitäten' erhalten hat. Die Antwort auf die zweite Frage lautet: die Wissenschaft ist anderen Ideolo­ gien aber auch nicht übergeordnet, sie hat keine höhere Autorität als jene. Diese Antwort erhalte ich in zwei Schritten. Erstens durch eine Kritik der Wissenschafts­ theorie, wo man ja zeigen will, warum die Wissenschaft so hervorragt. Zweitens durch eine Kritik der von den Wissenschaften selbst gemachten Ansprüche.
Title:Der Wissenschaftstheoretische Realismus Und Die Autorität Der WissenschaftenFormat:PaperbackPublished:January 1, 1978Publisher:Vieweg+Teubner VerlagLanguage:German

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ISBN - 10:3528084111

ISBN - 13:9783528084110

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Table of Contents

Erster Teil Der wissenschaftstheoretische Realismus.- 1 Versuch einer realistischen Interpretation der Erfahrung.- 1 Einleitung.- 2 Beobachtungssprachen.- 3 Die Stabilitätsthese.- 4 Pragmatischer Sinn; Komplementarität.- 5 Phänomenologischer Sinn.- 6 Widerlegung der Stabilitätsthese.,Umgangssprachen'.- 7 Die logische Grundlage der Argumente von Abschnitt 6.- Nachtrag 1977.- 2 Zur Interpretation wissenschaftlicher Theorien.- 3 Das Problem der Existenz theoretischer Entitäten.- 1 Das Problem.- 2 Ableitung eines scheinbaren Paradoxons.- 3 Sinnesdaten.- 4 Die Stabilitätsthese; Lösung des Problems.- 4 Wissenschaft ohne Erfahrung.- Nachtrag 1977.- 5 Realismus und Instrumentalismus: Bemerkungen zur Logik der Unterstützung durch Tatsachen.- 1 Begriffserläuterung.- 2 Die Unterscheidung nicht rein verbal.- 3 Die aristotelische Bewegungslehre.- 4 Folgen für die Bewegung der Erde.- 5 Die instrumentalistische Deutung der kopernikanischen Theorie..- 6 Die philosophischen Argumente für diese Deutung sind nicht die einzigen.- 7 Quantentheorie; die Bohrsche Hypothese.- 8 Dualität von Licht und Materie; auch in der Quantentheorie beruht der Instrumentalismus nicht auf rein philosophischen Argumenten.- 9 Interpretation der Wellenmechanik.- 10 Gemeinsame Züge der kopernikanischen und der quantentheoretischen Situation.- 11 Die Tragkraft empirischer Einwände.- 12 Ein Widerspruch zwischen neuen Ideen und alten Tatsachen noch kein Argument gegen die ersten.- 13 Man kann aber Einwände erheben gegen gewisse Behandlungen des Widerspruchs.- 14 Behandelt man den Widerspruch richtig, dann kann man ihn lange aufrechterhalten.- 15 Zudem gibt es Argumente, die zeigen, daß man ihn einführen und aufrechterhalten soll.- 16 Und damit ist der Realismus auf jeden Fall als die methodologisch bessere Doktrin erwiesen.- Nachtrag 1977.- 6 Bemerkungen zur Verwendung nicht-klassischer Logiken in der Quantentheorie.- 1 Ontologische Interpretationen.- 2 Die Kopenhagen-Deutung.- 3 Einsteins Interpretation.- 4 Reichenbachs Interpretation.- 5 Mittelstaedt..- 6 Zusammenfassung.- 7 Die Wissenschaft und das Alltagsdenken.- 8 Theater als Ideologiekritik Bemerkungen zu Ionesco.- Nachtrag 1977.- Zweiter Teil Die Autorität der Wissenschaften.- 9 Kuhns,Struktur wissenschaftlicher Revolutionen'Ein Trostbüchlein für Spezialisten?.- 1 Einleitung.- 2 Zweideutigkeit der Darstellung.- 3 Rätsellösen als ein Kriterium der Wissenschaft.- 4 Die Funktion der Normalwissenschaft.- 5 Drei Schwierigkeiten des funktionellen Arguments.- 6 Gibt es eine Normalwissenschaft?.- 7 Plädoyer für den Hedonismus.- 8 Eine Alternative: Lakatos' Modell der wissenschaftlichen Veränderung.- 9 Die Rolle des rationalen Denkens in der Wissenschaft.- 10 Inkommensurabilität A: Historische Bemerkungen.- 11 Inkommensurabilität B: Einige systematische Bemerkungen.- 12 Inkommensurabilität C: Nichtwissenschaftliche Beispiele.- 13 Inkommensurabilität D: Vergleich von inkommensurablen Theorien.- 14 Inkommensurabilität E: Auflösung des Realismus.- Nachtrag 1977.- 10 Von der beschränkten Gültigkeit methodologischer Regeln.- 1 Einleitung.- 2 Das erste Beispiel: Newtons Regel iv.- 3 Grenzen der Regel.- 4 Anwendung auf das Induktionsproblem.- 5 Das zweite Beispiel: Widerlegung durch die Erfahrung.- 6 Methodologische Bemerkungen.- 7 Die Erkenntnis als ein historischer Prozeß.- 8 Rolle der Methodologie.- 11 Bemerkungen zur Geschichte und Systematik des Empirismus.- I Alltagserfahrung; der klassische Empirismus.- II Galileis Kritik der Alltagserfahrung.- A Übersicht.- B Die theoretische Komponente der Erfahrung.- C Die sinnliche Komponente der Erfahrung.- III Bacons Versuch eines Neuaufbaus unseres Wissens.- IV Methodologische Betrachtungen.- Nachtrag 1977.- 12 Die Wissenschaftstheorie - eine bisher unerforschte Form des Irrsinns?.- 1 Einleitung.- 2 Das Krankheitsbild.- 3 Auch Doktor Lakatos kann nicht helfen.- 4 Methodologie im Zeitalter des Aquarius.- Nachtrag 1977.- 13 Die, Rationalität'der Forschung.- 1 Ursprung der Idee der Rationalität.- 2 Beispiele von Rationalitätstheorien.- 3 Externe und forschungsimmanente Rationalitätstheorien.- 4 Wissenschaft für freie Menschen.- 14 Die Wissenschaften in einer freien Gesellschaft.- 1 Die Rolle der Wissenschaften heute.- 2 Methodologische Überlegungen unterstützen diese Rolle nicht.- 3 Noch ist der,Erfolg'der Wissenschaft ein brauchbares Argument.- 4 Die seltsame Geschichte von der Astrologie.- 5 Laien können und müssen die Wissenschaft kontrollieren.- 6 Die Trennung von Staat und Wissenschaft ist der dazu notwendige erste Schritt.