Die Internationale Schiedsgerichtsbarkeit In Der Volkerrechtlichen Praxis Der Bundesrepublik Deutschland / The Federal Republic Of Germany And Interna by Norbert WühlerDie Internationale Schiedsgerichtsbarkeit In Der Volkerrechtlichen Praxis Der Bundesrepublik Deutschland / The Federal Republic Of Germany And Interna by Norbert Wühler

Die Internationale Schiedsgerichtsbarkeit In Der Volkerrechtlichen Praxis Der Bundesrepublik…

byNorbert Wühler

Paperback | January 19, 2012

Pricing and Purchase Info

$84.97 online 
$96.95 list price save 12%
Earn 425 plum® points

Prices and offers may vary in store

Quantity:

In stock online

Ships free on orders over $25

Not available in stores

about

Die erhebliche Ausweitung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwi­ schen den Staaten und ihre damit einhergehende Interdependenz sowie das erhöhte Gefährdungspotential moderner zwischenstaatlicher Konflikte erfor­ dern heute mehr denn je die Regelung internationaler Streitigkeiten auf fried­ lichem Wege. Dabei stellt die Verpflichtung der Staaten, ihre Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln beizulegen, einen Grundsatz des Völkerrechts dar, der als Korrelat zum Gewaltverbot inzwischen allgemein anerkannt ist und des­ sen universelle Geltung insbesondere im Rahmen der Vereinten Nationen immer wieder nahezu formelhaft bestätigt wird 1. Daß immer mehr Staaten auch grundsätzlich bereit sind, die Beilegung zwischen ihnen bestehender Streitigkeiten mit friedlichen Methoden zumindest zu vereinbaren, ergibt sich aus der vermehrten Aufnahme entsprechender Vorschriften sowohl in zwei­ seitige Verträge als auch in mehrseitige Abkommen. Da die Wahl der Mittel 2 den Staaten selbst überlassen bleibt , finden sich hier allerdings, sowohl was die Bevorzugung bestimmter Methoden angeht als auch hinsichtlich der Ausgestaltung und Verbindlichkeit der einzelnen Verfahren, in der Praxis be­ trächtliche Unterschiede. Der Umfang der tatsächlichen Inanspruchnahme der einschlägigen Streit­ beilegungsmechanismen weist ebenfalls deutliche Abstufungen auf, wobei von ihnen insgesamt eher zurückhaltend Gebrauch gemacht wird. Besonders trifft dieser Befund für Methoden zu, bei denen zur Streitentscheidung unpar­ teiische Dritte eingeschaltet sind, vor allem also für internationale Gerichte und Schiedsgerichte. Beurteilungen der gegenwärtigen Situation der interna­ tionalen Gerichts- und Schiedsgerichtsbarkeit sind daher auch überwiegend zurückhaltend bis negativ.
Title:Die Internationale Schiedsgerichtsbarkeit In Der Volkerrechtlichen Praxis Der Bundesrepublik…Format:PaperbackDimensions:242 pages, 23.5 × 15.5 × 0.17 inPublished:January 19, 2012Publisher:Springer-Verlag/Sci-Tech/TradeLanguage:English

The following ISBNs are associated with this title:

ISBN - 10:364270221X

ISBN - 13:9783642702211

Look for similar items by category:

Reviews

Table of Contents

1. Kapitel: Wesen und Ziel der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit.- I. Definition.- II. Formen.- III. Abgrenzung.- 1. Diplomatische Verfahren.- 2. Internationale Gerichte.- 3. Verfahren zur Beilegung anderer als zwischenstaatlicher Streitigkeiten.- 2. Kapitel: Entwicklung der Schiedsgerichtsbarkeit unterbesonderer Berücksichtigung der deutschen Praxis.- I. Die Zeit bis zum ersten Weltkrieg.- 1. Die erste Haager Konferenz.- 2. Die zweite Haager Konferenz.- II. Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.- 1. Friedensverträge und Völkerbund.- 2. Schiedsverträge, Locarno und Genfer Generalakte.- 3. Kapitel: Pflicht zur Beilegung internationaler Streitigkeitendurch Schiedsgerichte.- I. Der Grundsatz der friedlichen Streitbeilegung und die freieWahl der Mittel.- 1. Die Charta der Vereinten Nationen.- 2. Die Model Rules on Arbitral Procedure der ILC.- 3. Die "Friendly Relations"-Deklaration.- 4. Die Manila-Deklaration.- II. Verfassungsrecht und internationale Schiedsgerichtsbarkeit.- 1. Art. 24 Abs. 3 GG.- 2. Unterwerfung unter die obligatorische Gerichtsbarkeit des IGH.- III. Stellungnahmen der Bundesrepublik.- 1. In internationalen Foren.- a) Auf Kodifikationskonferenzen der Vereinten Nationen.- b) In Organen der Vereinten Nationen.- c) Im europäischen Bereich.- 2. Denkschriften zu Vertragsgesetzen.- 4. Kapitel: Die Schiedsverpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland.- I. Materialgrundlage.- 1. Die völkerrechtlichen Verträge der Bundesrepublik Deutschland.- 2. Eingrenzung des relevanten Vertrags materials.- II. Kriterien für die Erfassung und Bewertung der Schiedsverpflichtungen.- 1. Mögliche Untersuchungskriterien.- 2. Verwendete Untersuchungskriterien.- III. Darstellung der Schiedsverpflichtungen der Bundesrepublikan Hand ausgewählter Untersuchungskriterien.- 1. Zahlenmäßige Erfassung der Schiedsklauseln.- a) Nach Vertragsarten.- aa) Mehrseitige Abkommen.- bb) Zweiseitige Verträge.- b) In der zeitlichen Dimension.- 2. Aufschlüsselung nach Vertragsmaterien.- a) Vorherrschende Materien in der internationalen Staatenpraxis.- b) Die Praxis der Bundesrepublik.- aa) Luftverkehr.- bb) Investitionsforderung.- cc) Internationale Zusammenarbeit und Grenzfragen.- dd) Handel und Wirtschaft.- ee) Technologische und wissenschaftliche Zusammenarbeit.- ff) Sozialrecht.- gg) Umweltschutz.- hh) Kriegsfolgesachen.- ii) Verträge mit internationalen Organisationen.- 3. Die Vertragspartner.- a) Die bilateralen Vertragsbeziehungen der Bundesrepublik.- b) Die Vertragspartner der Schiedsverpflichtungen 99.- aa) Die Länder der westlichen Staatengruppe 100.- bb) Die Sowjetunion und die Staaten Osteuropas.- cc) Die Staaten der Dritten Welt.- dd) Internationale Organisationen.- c) Vertragspartner und Vertragsmaterien.- 4. Die verschiedenen Arten kompromissarischer Klauseln.- a) Die Musterschiedsklausel.- aa) Wesentlicher Inhalt der Musterschiedsklausel 110.- bb) Verwendung der Musterschiedsklauselin der Vertragspraxis.- b) Abweichungen und Ergänzungen der Musterschiedsklausel.- aa) Keine Bezugnahme auf die Musterschiedsklausel.- bb) Kombination mit anderen Verfahren.- cc) Zusammensetzung und Bildung des Schiedsgerichts.- dd) Einleitung des Schiedsverfahrens.- ee) Verfahrensfragen.- ff) Verbindlichkeit des Schiedsspruchs.- gg) Fortgeltung der Schiedsverpflichtung.- 5. Sonderfälle.- a) Schiedsklauseln, die anderen Rechtssubjekten als Staaten Parteifähigkeit zuerkennen.- b) Die Schiedskommission des Wiedergutmachungs-abkommens mit Israel.- c) Das Deutsch-Französische Saar-Schiedsgericht.- d) Die Schiedsstelle für die Liquidation des friiheren deutsch-schweizerischen Verrechnungsverkehrs.- e) Das Schiedsgericht des deutsch-österreichischen Vermögensvertrages.- f) Der Ausgleichsvertrag mit den Niederlanden.- g) Das Londoner Schuldenabkommen.- h) Die Bonner Verträge.- 6. Die bilateralen Schiedsgerichts- und Vergleichsverträge.- a) Übersicht.- b) Wesentlicher Inhalt.- IV. Zusammenfassung.- 5. Kapitel: Einzelfragen deutscher Schiedsverpflichtungen.- I. Institutionalisierung und obligatorischer Charakter des Schiedsverfahrens.- 1. Die Schiedsinstanz.- 2. Das Obligatorium.- II. Konkurrenz verschiedener Schiedsverpflichtungen.- 1. Schiedsklauseln und allgemeine Schiedsverträge.- 2. Die Schiedsgerichtsbarkeit des Weltbankübereinkommens zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten.- III. Verfahrensbesonderheiten.- 1. Intervention.- 2. Parteifahigkeit von Privatpersonen.- IV. Wirkungen des Schiedsspruchs.- 1. Revision und Auslegung.- 2. Ausfuhrung des Schiedsspruchs.- 6. Kapitel: Schiedsverfahren unter Beteiligung der Bundesrepublik.- I. Die fünf Kriegsfolgesachen.- 1. Deutsches weltliches Vermögen in Israel.- a) Verlauf des Verfahrens.- b) Besonderheiten des Verfahrens.- 2. Die Auslegung des Art. 24 Abs. 2 des deutsch-österreichischen Finanz- und Ausgleichsvertrages.- a) Verfahren und Schiedsspruch.- b) Bedeutung des Verfahrens und der Entscheidungen.- 3. Die Fälle vor dem Schiedsgerichtshof des Londoner Schulden- abkommens.- a) Das schweizerisch-deutsche Verfahren von 1958.- b) Das griechisch-deutsche Verfahren von 1970/1972.- c) Der Young-Anleihe-Fall.- II. Charakteristika der deutschen Schiedspraxis.- Zusammenfassende Bewertung.- Summary: The Federal Republic of Germany and International Arbitration.- Musterschiedsklausel.- Erläuterungen zu den Tabellen.- Tabelle 1: Zahl der Schiedsklauseln.- Tabelle 2: Vertragsmaterien und Obligatorium.- Tabelle 3: Vertragspartner.- Tabelle 4: Einzelfragen kompromissarischer Klauseln.- Tabelle 5: Klauseltypen und Verpflichtungsgrad.- Tabelle 6: Fundstellen der Verträge mit Schiedsklauseln.