Die Politik der großen Zahlen: Eine Geschichte der statistischen Denkweise by Alain DesrosièresDie Politik der großen Zahlen: Eine Geschichte der statistischen Denkweise by Alain Desrosières

Die Politik der großen Zahlen: Eine Geschichte der statistischen Denkweise

byAlain DesrosièresTranslated byManfred Stern

Paperback | March 2, 2005 | German

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Statistik ("Staatenkunde"), Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Philosophie der Wahrscheinlichkeit sind auch als "siamesische Drillinge" bekannt. Das Buch analysiert den Werdegang der Statistik und zeigt Verbindungen zwischen der internalistischen Geschichte der Formalismen und Werkzeuge sowie der externalistisch orientierten Geschichte der Institutionen auf. Der Spannungsbogen erstreckt sich vom Vorabend der Französischen Revolution bis hin zum Ende des Zweiten Weltkriegs, wobei Frankreich, Deutschland, England und die USA ausführlich behandelt werden. Was haben Richter und Astronomen gemeinsam? Wer waren die "politischen Arithmetiker"? Was ist ein "Durchschnittsmensch"? Wie ändert sich im Laufe der Zeit das, was man "Realismus" nennt? Kann man vom Teil auf das Ganze schließen? Und wenn ja, warum? Welche Rolle spielt der Franziskanerorden? Wir begegnen Adolphe Quetelet, Karl Pearson, Egon Pearson, Francis Galton, Emile Durkheim und vielen anderen. Glücksspiele, Zufall, Bayesscher Ansatz, das St. Petersburger Paradoxon, der Choleravibrio, Erblichkeit, das Galtonsche Brett, Taxonomie, Wahlprognosen, Arbeitslosigkeit und Ungleichheit, die Entstehung der Arten, die Ordnung der Dinge und die Dinge des Lebens - das sind die Themen des Buches.
Title:Die Politik der großen Zahlen: Eine Geschichte der statistischen DenkweiseFormat:PaperbackPublished:March 2, 2005Publisher:Springer Berlin HeidelbergLanguage:German

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ISBN - 10:3540206558

ISBN - 13:9783540206552

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Table of Contents

Einleitung: Soziale Tatbestände als Dinge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1Eine anthropologische Sicht auf die Wissenschaften . . . . . . . . . . . . . . . 4Beschreibung und Entscheidung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7Wie man dauerhafte Dinge macht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10Zwei Arten der historischen Forschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 Präfekten und Vermessungsingenieure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19Deutsche Statistik: Identifizierung der Staaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22Englische politische Arithmetik: Entstehung der Expertise. . . . . . . . . 26Französische Statistik des Ancien Régime: Intendanten und Gelehrte 30Revolution und Erstes Kaiserreich: Die "Adunation" Frankreichs . . . 36Peuchet und Duvillard: schreiben oder rechnen? . . . . . . . . . . . . . . . . . 40Wie man Diversität durchdenkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 462 Richter und Astronomen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51Aleatorische Verträge und faire Abmachungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52Konstruktiver Skeptizismus und Überzeugungsgrad . . . . . . . . . . . . . . . 58Der Bayessche Ansatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64Der "goldene Mittelweg": Mittelwerte und kleinste Quadrate . . . . . . 70Messungsanpassungen als Grundlage für Übereinkünfte . . . . . . . . . . . 753 Mittelwerte und Aggregatrealismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77Nominalismus, Realismus und statistische Magie . . . . . . . . . . . . . . . . . 79Das Ganze und seine Trugbilder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81Quetelet und der "Durchschnittsmensch" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84Konstante Ursache und freier Wille. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88Zwei kontroverse Fälle aus der medizinischen Statistik . . . . . . . . . . . . 93Eine Urne oder mehrere Urnen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99Der angefochtene Realismus: Cournot und Lexis . . . . . . . . . . . . . . . . . 103Durchschnittstyp und Kollektivtyp bei Durkheim . . . . . . . . . . . . . . . . 108Der Realismus der Aggregate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1144 Korrelation und Ursachenrealismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117Karl Pearson: Kausalität, Kontingenz und Korrelation . . . . . . . . . . . . 120Francis Galton: Vererbung und Statistik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127Schwer zu widerlegende Berechnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138Fünf Engländer und der neue Kontinent . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144Kontroversen über den Realismus der Modelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152Yule und der Realismus der administrativen Kategorien . . . . . . . . . . . 156Epilog zur Psychometrie: Spearman und die allgemeine Intelligenz . 1625 Statistik und Staat: Frankreich und Großbritannien . . . . . . . 165Französische Statistik - eine diskrete Legitimität . . . . . . . . . . . . . . . . . 169Entwurf und Scheitern eines Einflußnetzwerks . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175Statistik und Wirtschaftstheorie - eine späte Verbindung . . . . . . . . . . 182Britische Statistik und öffentliche Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 186Sozialenqueten und wissenschaftliche Gesellschaften . . . . . . . . . . . . . . 1936 Statistik und Staat: Deutschland und die Vereinigten Staaten Deutsche Statistik und Staatenbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200Historische Schule und philosophische Tradition . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206Volksz¨ahlungen in der amerikanischen politischen Geschichte . . . . . . 211Das Census Bureau: Aufbau einer Institution . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218Arbeitslosigkeit und Ungleichheit: Die Konstruktion neuer Objekte . 2227 Pars pro toto: Monographien oder Umfragen . . . . . . . . . . . . . . 235Die Rhetorik des Beispiels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 238Halbwachs: Die soziale Gruppe und ihre Mitglieder . . . . . . . . . . . . . . . 243Die Armen: Wie beschreibt man sie und was macht man mit ihnen? 246Von Monographien zu systematischen Stichprobenerhebungen . . . . . 251Wie verbindet man "was man schon weiß" mit dem Zufall? . . . . . . . . 257Wohlfahrtsstaat, Inlandsmarkt und Wahlprognosen . . . . . . . . . . . . . . . 2588 Klassifizierung und Kodierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 263Statistik und Klassifikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 264Die Taxonomien der Lebewesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 266Die Durkheimsche Tradition: sozio-logische Klassifizierungen . . . . . . 270Die Zirkularität von Wissen und Handeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 274Gewerbliche Tätigkeiten: instabile Verbindungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 277Vom Armen zum Arbeitslosen: Die Entstehung einer Variablen . . . . 283Ein hierarchischer, eindimensionaler und stetiger sozialer Raum . . . . 288Vom Gewerbe zur qualifizierten Tätigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 293Vier Spuren der Französischen Revolution . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 297Eine Urne oder mehrere Urnen: Taxonomie und Wahrscheinlichkeit . 302Wie man einer Sache Zusammenhalt verleiht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3069 Modellbildung und Anpassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 311Wirtschaftstheorie und statistische Beschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . 314Glaubensgrad oder Langzeithäufigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 317Zufälligkeiten und Regelmäßigkeiten: Frisch und der Schaukelstuhl . 323Mittel gegen die Krise: Das Modell von Tinbergen . . . . . . . . . . . . . . . . 328Ingenieure und Logiker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333Über den richtigen Gebrauch der Anpassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 336Autonomie und Realismus von Strukturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 343Drei Methoden zur Berechnung des Nationaleinkommens . . . . . . . . . . 347Theorien testen oder Diversität beschreiben? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 351Schlußfolgerung: Das Unbestreitbare in Zweifel ziehen . . . . . . . . . 359Ein zu praktischen Zwecken konstruierter kognitiver Raum . . . . . . . . 360Mittelwerte und Regelmäßigkeiten, Skalen und Verteilungen . . . . . . . 363Ein Raum für Verhandlungen und Berechnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 368Statistische Argumentation und soziale Debatten . . . . . . . . . . . . . . . . . 372Nachwort: Wie schreibt man Bücher, die Bestand haben? . . . . . 375Einige zwischen 1993 und 2000 veröffentlichte Arbeiten . . . . . . . . . . . 375Wie verbindet man die Aspekte der Geschichte der Statistik? . . . . . . 378Wie bedienen sich die Sozialwissenschaften dieser Aspekte? . . . . . . . . 380Kritiken und Diskussionsthemen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 385Anhang: Abkürzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 389Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 393Namensverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 413Stichwortverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 421

Editorial Reviews

Aus den Rezensionen der englischen Auflage:"Das Buch ist eine philosophische und soziologische Reflexion über die Geschichte der Statistik. Statistik liefert nicht nur eine Beschreibung der Welt, sondern trägt gleichzeitig zu deren Neugestaltung bei. [.] Die Kluft zwischen dem Erfundenen und dem Entdeckten, zwischen dem Realen und dem Konstruierten hat unter Historikern, Philosophen, Soziologen und Naturwissenschaftlern zu einer zunehmend fruchtlosen Debatte über das Wesen der Wissenschaft geführt. [.] Das große Verdienst des Buches besteht darin, daß es einen Weg aus der Sackgasse zeigt, indem es statistische Entitäten als gleichzeitig real und konstruiert, als entdeckt und erfunden darstellt. Die kreativsten Metaphysiker sind heutzutage möglicherweise nicht in den Kreisen der Philosophen, Poeten oder Physiker zu finden, sondern unter den Verwaltungsstatistikern."Lorraine Daston, London Review of Books Aus den Rezensionen:"Statistische Methoden haben enormen Einfluß auf die gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge. Das Buch beschreibt diese, und bietet ... unersetzliches Hintergrund-wissen [sic] für alle, die mit Statistik befaßt ... sind. ... Der Spannungsbogen erstreckt sich vom Vorabend der Französischen Revolution bis hin zum Ende des Zweiten Weltkriegs, wobei Frankreich, Deutschland, England und die USA ausführlich behandelt werden ."(in: Praxisjournal Buch, 2007, Issue Mai, S. 12)