Die Rechtschreibreform in der öffentlichen Meinung by Nina Klockgether

Die Rechtschreibreform in der öffentlichen Meinung

byNina Klockgether

Kobo ebook | February 25, 2007 | German

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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 2,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philologie), Veranstaltung: Laien-Linguistik, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In meiner Hausarbeit befasse ich mich mit der deutschen Rechtschreibreform. Diese ist seit Jahren ein großes Streitthema und das nicht nur unter Sprachwissenschaftlern, sondern - dies wird vor allem Gegenstand meiner Betrachtung sein - auch unter Laienlinguisten. Als Laienlinguistik bezeichne ich eine nicht-institutionalisierte Linguistik, die vor allem präskriptiv arbeitet und einen Gegenpol zur deskriptiv arbeitenden, wissenschaftlichen Linguistik darstellt. Die Laienlinguistik ist gebrauchsbasiert und orientiert sich daran, die optimale Lösung für ein Problem zu finden. Die Suche nach Optimalität muss jedoch nicht zwangsläufig mit der Suche nach Wahrheit harmonieren. Während in der wissenschaftlichen Linguistik strittig argumentiert wird, sind in der Laienlinguistik zumeist instruktiv eindeutige Lösungen zu finden. Dies signalisiert, dass sprachliche Zweifelsfälle für Laienlinguisten unbefriedigend sind. Es herrscht ein Streben nach handfesten Antworten und zwar in 'richtig'- 'falsch' Kategorien. In der Laienlinguistik werden sprachliche Zweifelsfälle zumeist als Indiz für ein fehlendes bzw. eingeschränktes Wissen der betreffenden Person über die sprachliche Korrektheit der Formulierung verstanden. Dass es innerhalb der Sprache auch immer Uneindeutigkeiten gibt und die Sprache auch durch Dialekte und Einflüsse verschiedener Art verändert wird, scheint für viele Menschen inakzeptabel. In der Regel orientiert sich der Laie bei sprachlichen Unsicherheiten an dem Duden oder ähnlichen Nachschlagewerken, um eine 'richtige' Lösung zu erlangen. Die Vorstellung von einer Sprache, die völlig perfekt, eindeutig und in 'richtig und falsch' einzuteilen ist, lässt sich auch historisch begründen. Die alte Rechtschreibung wurde 1901 auf der Orthographischen Konferenz in Berlin erarbeitet und stellt somit rund 100 Jahre Einheitsschreibung dar. Der Wunsch nach einer einheitlichen Schreibung entwickelte sich vor allem aus den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen und dem damit im Zusammenhang stehenden vermehrten Schriftverkehr, der Ergebnis des Aufkommens der Nationalstaaten, besserer Verkehrsverhältnisse und einer allgemein zugänglicheren Schulbildung waren. Da die alte Rechtschreibung wie bereits seit hundert Jahren in dieser Form existiert, sind die Deutschen mit ihr aufgewachsen und können sich mit ihr identifizieren.
Title:Die Rechtschreibreform in der öffentlichen MeinungFormat:Kobo ebookPublished:February 25, 2007Publisher:GRIN VerlagLanguage:German

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ISBN - 10:3638618498

ISBN - 13:9783638618496

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