Die unbewußte Familie: Psychoanalytische Studien zur Familie in der Moderne by Michael B. BuchholzDie unbewußte Familie: Psychoanalytische Studien zur Familie in der Moderne by Michael B. Buchholz

Die unbewußte Familie: Psychoanalytische Studien zur Familie in der Moderne

byMichael B. Buchholz

Paperback | May 31, 1990 | German

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Dieses Buch stellt einen engagierten Beitrag zur psychoanalytischen Familientherapie dar. Der Autor geht bei seinen Untersuchungen familiärer Konflikte von einer Kollision moderner Lebenshaltungen mit überkommenen, traditionellen Werten aus. In Anlehnung an Versuche der qualitativen Sozialforschung wertet Buchholz niedergeschriebene Familieninterviews aus seiner 10jährigen Praxis aus und weist nach, daß es möglich ist, die unbewußte Weitergabe von Erfahrungsdimensionen zwischen den Generationen (Beispiel Nationalsozialismus), die Absenkung familiärer Lebensthemen bis in die Traumbildung zu verfolgen. Als zentrales Problem der Familie in der Moderne erörtert der Autor die Frage der Institutionalisierung am Beispiel alternativ lebender Paare: Wie lassen sich "Beziehungsarbeit", sexuelle Wünsche und Alltagsroutine balancieren? Wie kann man Emanzipation und Kindererziehung entlastend einrichten? Der Autor stellt für die Praxis der Familientherapie als eine Form angewandter Psychoanalyse neue therapeutische Konzepte vor.
Title:Die unbewußte Familie: Psychoanalytische Studien zur Familie in der ModerneFormat:PaperbackPublished:May 31, 1990Publisher:Springer Berlin HeidelbergLanguage:German

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ISBN - 10:3540524061

ISBN - 13:9783540524069

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Table of Contents

I. Bestandsaufnahme.- 1. Wandlungen des familientherapeutischen Diskurses.- Das psychogenetische Paradigma.- Erste Etappe.- Erstes Resümee.- Zweite Etappe.- Zweites Resümee.- Das systemische Paradigma.- Resümee.- Das epistemologische Paradigma.- Bateson: Die doppelte Beschreibung.- Humberto R Maturana und Francisco Varela.- Paul F. Dell.- Niklas Luhmann.- Fritz B. Simon.- Rückkehr zum Ausganspunkt: Praktische Probleme.- Kleiner Exkurs: Die Metaphorisierungen der Praxis.- Zusammenfassung: Die entschwundene Familie.- 2. Überlegungen zur Methode.- Die Gegenstandskonstitution "Familie" in einem perspektivischen Ansatz.- Die Perspektive der "institutionellen Familie".- Die Perspektive der "ideologischen Familie".- Die Perspektive der "unbewußten Familie".- Ambivalenzen der Familie in der Gegenwart.- Der Zwang der Zwanglosigkeit.- Das Dilemma der Intimität.- Kinder "entscheiden".- Generationen von Familienbildern.- Methode: Qualitative Sozialforschung.- Narratives Interview?.- Objektive Hermeneutik?.- Auswertungsverfahren.- Einzelne Schritte der Materialaußereitung.- Regeln der Interpretation.- Kleine philosophische Nachbemerkung:Erotik und Erkenntnis.- Die triadische Erkenntnisstruktur der Psychoanalyse.- II. Drei Perspektiven auf die Familie.- 1. Ebenen des Modells.- Epigenese.- Tiefenstruktur.- Kegans Entwicklungsstufen des Selbst.- "Sichhäuten" - ein "Muster, das verbindet".- Entwicklungsaufgabe.- 2. Die "institutionelle Familie".- Die Familie in der Geschichte.- Zur Soziologie der familiären Binnenstruktur.- "Institution" und "Person".- Erster Bereich: Die Organisation des Familienalltags.- Zweiter Bereich: Das Problem der Bestandserhaltung.- Dritter Bereich: Das Problem der Loyalitätsbeschaffung.- Institutionalisierung und familiärer Lebenszyklus.- Statik und normative Implikationen: z. B. Satir.- Andere Entwürfe.- Der institutionelle Lebenszyklus: Rekonstruktion als Dialog.- Institution als Relation: Fixierung und Emergenz (Schülein).- Das A-Z-F-D-Modell: Kreis und Spirale.- "Bereiche", Lebenszyklus und Dialog: Erweiterungen des Modells.- Regel und selektive Wirklichkeitskonstruktion.- Sekundäre Institutionalisierung.- Folgerungen für therapeutische Strategien.- Eine erste Illustration.- Eine zweite Illustration.- Klinische Beispiele für Fixierungen an Muster.- Das Scheitern des "Aushandelns".- Die an das "Zusammenspiel"fixierte Familie.- Die an die "Formalisierung" fixierte Familie.- Die "desorganisierte"Familie.- Das Problem des Zugangs zur institutionellen Familie.- Zusammenfassung.- 3. Die "ideologische Familie".- Zur Einführung des Konzepts.- Die interaktive Produktion von Ideologie.- Psychoanalytische Objektbeziehungstheorie.- Die Umkehrung: Ein Beispiel.- Abwehr und unbewußte Objektbeziehungen.- Der Riß im Selbst.- Die Partnerwahl.- Ideologien in der Familie: klinische Erfahrungen.- Handlung, Selbst und Kontext.- Fallbeispiel: Ein Alltagsmißverständnis.- Fallbeispiel: Eine komplizierte Ablösung.- Funktion, Symbol und Form: die intergenerationelle Transmission.- Zusammenfassung.- 4. Die unbewußte Familie: rotierende Triaden.- Der familiäre Kernkonflikt.- Diskurs der Psychoanalyse: Sexualität und Kultur.- Sexualität in der Psychoanalyse.- Mann und Frau.- Die Bedeutung der Triade.- Der Name des Kindes.- Die Forschungen Margret M. Mahlers.- Neuere Arbeiten zur frühkindlichen Entwicklung.- Vom Körper zur symbolischen Identität: Perspektivität.- Typen von Triaden.- Triade der Phantasie.- Triade der Symbiose.- Triade mit zwei Müttern.- Triade der Wiederannäherung.- Rotation der Triade.- Ödipale Triade.- Fallbeispiel: Urszene.- Familie und Paar, Einheit und Verschiedenheit.- Die Lösung: Strukturbildung.- Weiterführende Überlegungen.- 5. Analyse eines verschrifteten Interviews: Familie Schwarz.- Der Anmeldungskontext.- Das Erscheinen der Familie.- Der Text des Interviews.- Dreifacher Durchgang durch den Text: Interpretation.- Die "institutionelle Familie" Schwarz.- Die "ideologische Familie" Schwarz.- Die "unbewusste Familie" Schwarz.- Zusammenfassung und Nachträge.- III. Therapeutische Interaktion und "Datengewinnung".- 1. Der emotionale Ort des Therapeuten und der Aufbau des therapeutischen Systems.- Paradoxic und Wahrnehmung.- Karte und Territorium.- Objektive und subjektive Transzendenz.- Die therapeutische Position: Metakomplementarität.- Aspekte der psychoanalytischen Wahrnehmungseinstellung.- Verstehen und Nicht-Verstehen: "Dichte"Beschreibung.- "Up/down" und "gut/böse": die nichtfamiliäre therapeutische Position.- Der Widerstand gegen das Setting.- Zusammenfassung.- 2. Therapeutische Situation, "Szene" und Prozeßphantasie.- "Konversation".- Der "heterogene Anteil".- Die Szene.- Ebenen des Verstehens von Szenen in der Familientherapie.- Ebene der Familienrekonstruktion.- Ebene der unbewußten Familienphantasie.- Inszenierung des Familiengeheimnisses.- Szene und Formel.- Ein theoretisches Modell der therapeutischen Situation.- Therapeutische Konsequenzen.- Prozeßphantasien, Bilder und Metainteraktion.- Schuldphantasie.- Wiedergutmachungsphantasie.- Angehörigenphantasie.- Aufopferungsphatasie.- Medizinische Einstellung.- Zur therapeutischen Haltung: Gelöste Initiative.- 3. "Bilder" von Therapeut-Familie-Interaktionen.- Subjektive Krankheitstheorien.- Attributionsmuster von Familien.- Methodische Schwierigkeiten.- Beispiele.- Eine Klassifikation.- Familiäre Prozeßphantasien.- Therapie als Gerichtsverhandlung.- Zerschlagung der Familie.- Entblößung.- Verführung.- Arzt-Patient-Modell.- Therapeuten als Ersatzeltern.- Spiel von Hase und Igel.- Therapeutische Prozeßmodelle.- Der Therapeut als Buchprüfer.- Der Therapeut als Richter.- Der Therapeut als Arzt, der etwas verschreibt.- Der Therapeut als Verführer.- Der Therapeut als neugieriger Nachbar.- Der Therapeut als Revolutionärer Umwälzer.- Der Therapeut als Tiefseetaucher.- Die Interaktion von Prozeßphantasien und Prozeßmodell.- Konkordante Interaktionen.- Diskordante Interaktionen.- Institutionellen Aufgaben des Therapeuten.- Fallbeispiel: Die therapeutische Bearbeitung einer Prozeßphantasie.- 4. Unbewußte Kommunikation in der Familie.- Hermeneutik des Alltags.- Ein Fallbeispiel.- Entzifferungen.- Person und Sprache.- Selbsterfahrung.- Sprechen, Schweigen, Verdrängung.- Entwicklung, Symbol und Sprache.- Kommunikation als "Einigung", "Verständigung" und "Auseinandersetzung".- Therapeutische Kommunikation und Deutung.- 5. Weitere Analyse eines verschrifteten Interviews: Familie Weiß.- Drogenabhängigkeit.- Der Anmeldekontext.- Der Interviewtext.- Dreifacher Durchgang durch den Text: Interpretation.- Die "institutionelle Familie" Weiß.- Die "ideologische Familie" Weiß.- Die "unbewußte Familie" Weiß.- Zusammenfassung und Nachträge.- IV. Die Erweiterung des mehrgenerationalen Ansatzes - Familien in der Moderne.- 1. Der Traum in der Familientherapie.- Formale und strukturelle Aspekte des Traumberichts.- Eine Illustration.- Erster Traumbericht: Spinne.- Zweiter Traumbericht: Angst, Modernisierung und familiäres Gleichgewicht.- Dritter Traumbericht: Die Szene der Traumerzählung.- Die Gelenkfunktion des Traums: zwischen Individuum und Familie, zwischen Psyche und Moderne.- Der osmotische Austausch.- Vierter Traumbericht: Die Hexe und die Triade.- Fünfter Traumbericht: Bruchstellen.- Selbst und Vor-Stellung.- 2. NS-Vergangenheit und "Vaterlosigkeit".- Gegenwärtige Zumutungen vs. Tradition.- Konfliktzumutungen der Moderne.- Rationalisierung der Lebenswelten.- Dielnformalisierung.- Intimität.- "Individualisierung" vs. "Standardisierung".- Vaterlosigkeit und Geheimnis.- Vaterlosigkeit: Reale Abwesenheit.- Die intergenerationelle Verschiebung.- Ohne Vater: Trauer oder Wut?.- Irrealisierung der NS-Vergangenheit.- Ausblick.- 3. Neue Konfliktzumutungen: die Antifamilie-Familien.- Vorbemerkung.- Emanzipation und Ideologie.- Die Verarbeitung der "Rationalisierung".- Fallbeispiel: Frau A., Herr B..- Zur Vorgeschichte von Herrn B..- Zur Vorgeschichte von Frau A..- Informalisierung und der Zwang der Zwanglosigkeit.- Beispiel.- Der Konflikt zwischen bürgerlicher und alternativer Ordnung.- Beispiel.- Desymbolisierung und Klischeebildung.- Psychoanalytisch-familientherapeutische Momente.- Wiederholungszwang.- Abwehrmechanismen.- Gespaltenes Partnerideal.- Die kategoriale Nichtunterscheidung von Schuld und Schuldgefühl.- Der doppelte Diskurs.- V. Zusammenfassung.- Literatur.