Einheit oder Vielfalt in Europa: Die Wirtschaftsstile Frankreichs, Deutschlands und Rußlands in ihrer Binnen- und Außenwirkung by Thorsten HickmannEinheit oder Vielfalt in Europa: Die Wirtschaftsstile Frankreichs, Deutschlands und Rußlands in ihrer Binnen- und Außenwirkung by Thorsten Hickmann

Einheit oder Vielfalt in Europa: Die Wirtschaftsstile Frankreichs, Deutschlands und Rußlands in…

As told byThorsten Hickmann

Paperback | March 15, 1996 | German

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Als sich nach dem 1. Weltkrieg die Hoffnung entfaltete, ein gemeinsamer Neuanfang sei innerhalb Europas möglich, entstanden eine Vielzahl von Publikationen, die ein neues, geeintes Europa in Frieden und Freiheit herbeisehnten. Dieser Zeitgeist wurde damals leider nicht in die Realität umgesetzt. Heute stehen wir wieder vor einer der­ artigen Situation. Erneut verbreitet sich nach dem Zusammenbruch der bipolaren Weltordnung optimistisches Gedankengut im Hinblick auf ein geeintes Europa. Seit wenigen Jahren ist abermals die Chance vorhanden, diesen Zeitgeist zu realisieren. Diesmal gilt es, sie zu nutzen. Dieses Ziel vor den Augen habend wird versucht, mit der vorliegenden Arbeit einen Beitrag für ein besseres Verständnis untereinander zu leisten. Politische Ereignisse, wie beispielsweise die Präsidentschaftswahlen in Rußland oder Frankreich bzw. die russischen Dumawahlen spielen hierbei eine untergeordnete Rolle. Vielmehr werden die Wirtschafts- und Gesellschaftsstile der drei Länder Frankreich, Deutschland, Rußland, ausgehend von einer umfangreichen historischen Analyse, herausgearbeitet und auf ihre praktische Relevanz hin untersucht. Das Buch wendet sich an Praktiker und Theoretiker, wobei für erstere insbesondere die Teile Bund C lesenswert sind. Ein Studienjahr in Straßburg 1990/91 ermöglichte mir eine kritische Betrachtung der deutschen und französischen Denk- und Kulturwelt. Dieser Aufenthalt stellte zugleich die Wurzel für die Idee der vorliegenden Arbeit dar. Nach der Diplomprüfung im Frühjahr 1993 haben Forschungsaufenthalte an der Universität in Moskau, die teilweise vom Deutschen Akademischen Austauschdienst unterstützt wurden, sowie ein Praktikum bei der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Moskau meinen Blick für kulturelle und ökonomische Unterschiede in Ost und West geschärft.
Title:Einheit oder Vielfalt in Europa: Die Wirtschaftsstile Frankreichs, Deutschlands und Rußlands in…Format:PaperbackPublished:March 15, 1996Publisher:Deutscher UniversitätsverlagLanguage:German

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ISBN - 10:3824462710

ISBN - 13:9783824462711

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Table of Contents

A. Europas Wurzeln: Eine historische Analyse der Wirtschafts- und Gesellschaftsstile in Frankreich, Deutschland und Rußland.- I. Die Gesellschaftsstile in Frankreich, Deutschland und Rußland als Basis für die Wirtschaftsstile.- 1. "centralization", "raison" und "éducation" als prägende Schlüsselwörter der französischen Gesellschaft.- a.) Der Prozeß der "centralization".- b.) Die Herausbildung von "la raison".- c.) Die Durchdringung der Ideen von "raison" durch das Konzept der "éducation".- 2. "Reich", "Heimat" und "Vernunft" als prägende Schlüsselwörter der deutschen Gesellschaft.- a.) Das "Reich" als kulturelles Schlüsselwort.- b.) Die Verwurzelung in der Romantik und der Begriff der "Heimat".- c.) Die "Vernunft" aus Sicht des Bürgertums.- 3. "Posluschanje" (Gehorsam), und "cemja" (Familie) als prägende Schlüsselwörter der russischen Gesellschaft.- a.) Die Durchdringung der adeligen Ideen im russischen Bürgertum.- b.) "Posluschanje" (Gehorsam) als Ergebnis orientalischen und westeuropäischen Einflusses.- c.) Die Verehrung der "cemja" (Familie) als Basis des russischen Denkens.- II. Die Wirtschaftsstile in Frankreich, Deutschland und Rußland in ihrer historischen Entwicklung.- Exkurs: Die Stellung des Individuums in den Religionen.- 1. Der Jansenismus, Colbert und der Staat als prägende Elemente in Frankreich.- a.) Die Identifikation der Jansenisten mit den höfischen Ideen.- b.) Die Interdependenz zwischen Staat und Wirtschaft.- c.) Adel und Btirgertum und ihr Verhältnis zur Wirtschaft.- 2. Von der Reformation und den Idealen des Bürgertums zur sozialen Marktwirtschaft in Deutschland.- a.) Das Nebeneinander der Konfessionen bewirkt eine heterogene Wirtschaftsstruktur.- b.) Die Interdependenz zwischen Staat und Wirtschaft.- c.) Adel und Bürgertum und ihr Verhältnis zur Wirtschaft.- 3. Von den Altgläubigen und dem Staatseinfluß zum Zusammenbruch des Sozialismus in Rußland.- a.) Das Gedankengut der Altgläubigen als eine Wurzel des wirtschaftlichen Aufschwungs.- b.) Die Interdependenz zwischen Staat und Wirtschaft.- c.) Adel und Bürgertum und ihr Verhältnis zur Wirtschaft.- III. "nation/Nation/narod" als Klammer ftlr die Wirtschafts- und Gesellschaftsstile.- Exkurs: Die Renaissance der Geopolitik in Deutschland, Frankreich und Rußland.- 1. Die französischen Vorstellungen von "la nation" und "la grandeur".- 2. Die Konzeption von "Nation" und die Herausforderungen durch die Wiedervereinigung Deutschlands.- 3. Die russischen Ansätze von "narod" und die Identitätskrise in Rußland.- B. Europas Gegenwart: Die aktuelle Binnen- und Außenwirkung der Wirtschaftsstile Frankreichs, Deutschlands und Rußlands.- I. Die Annäherungstendenzen der einzelnen Wirtschaftsstile.- 1. Frankreich: Der steinerne Weg zu weniger Staat und mehr Privatinitiative.- a.) Die Loslösung des Ökonomischen aus dem Politischen: Der Rückzug der öffentlichen Hand.- b.) Die Unternehmen auf dem Pfad der Privatisierung und die Bestrebungen für den Aufbau einer "organisation qualifiante".- c.) Die Bevölkerung: Die Infragestellung der Eliten und die "grands atouts du modèle français".- 2. Deutschland: Die Herausforderungen durch die Wiedervereinigung.- a) Die öffentliche Hand: Das Erbe der Konzeption des "Reiches" und die Gefährdung der Sozialen Marktwirtschaft durch zuviel Staatseinfluß.- b) Die Unternehmen: Die Krise der traditionell starken Branchen und die Herausforderung durch Lean-Management.- c) Die Bevölkerung: Unterschiedliche Werte in Ost und West.- 3. Rußland: Der Schlingerkurs auf dem Weg zu marktwirtschaftlichen Strukturen.- a) Präsidiale Beftignisse, Ausstrahlung und "posluschanje" (Gehorsam) sind Determinanten ftir die Geradlinigkeit des Reformprozesses.- b) Die Unternehmen: Die Probleme bei der Privatisierung und die Verwässerung des Schlüsselwortes "besopasnost" (Sicherheit).- c) Die Bevölkerung: Die Renaissance der bürgerlichen Unternehmer.- und die Gefahren durch eine soziale Spaltung der Gesellschaft.- II Licht und Schatten der Zusammenarbeit vor dem Hintergrund sichändernder Rahmenbedingungen.- 1. Die asynchrone Verhalten auf staatlicher Ebene.- a.) Das Verständnis von "nation/Nation/narod" ist Wurzel für die Zusammenarbeit, verdeutlicht am Partnerschafts- und Kooperationsabkommen der Russischen Föderation mit der EU.- b.) Die öffentlichen Hilfen von West nach Ost: Finanzielle Zusagen und technische Unterstützung.- c.) Die Problematik bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen für Handel und Direktinvestitionen aufgrund unterschiedlicher Denkhaltungen.- 2. Die Unternehmen: Reibungsverluste prägen das Bild der Praxis.- a.) Die Handelsbeziehungen nehmen trotz ungünstiger Voraus Setzungen zu.- b.) Die Direktinvestitionen: Ernüchterung nach anfänglicher Euphorie.- c.) Ein Mikroorganismus der kulturellen Verständnisprobleme: Die Joint Ventures.- 3. Das Fremdenbild innerhalb der Bevölkerung.- a.) "Mafia", Rechtsunsicherheit und Chaos prägen das französische Bild.- b.) Nach der "Gorbymanie" erfolgt Ernüchterung in Deutschland.- c.) Profitgier, unsoziales Verhalten und Übervorteilung sind die russischen Klischeebilder über Deutsche und Franzosen.- C. Europas Zukunft: Auf dem Weg zur Einheit oder Wahrung der Vielfalt?.- Anhang: Interviews mit.- 1. Dr. Arsenejew, Wirtschaftsexperte und ehemaliger Leiter der ökonomischen Abteilung der russischen Botschaft in Großbritannien.- 2. Round-table Gespräch mit den Mitarbeitern der Rechtsanwaltskanzlei Prof Igor Blishenko und Partner.- 3. Ciryl Cubler, Direktor der "Chambre de Commerce Franco-Russe".- 4. Griorgi Matjeew, Repräsentant des Russischen Unternehmer- Verbandes.- 5. Igor Matschilski, Direktor des Geschäftsverbandes für ökonomische Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland.- 6. Dr. Sherejew, Vize-Finanzgouvemeur der Stadt Moskau.