Gewaltpotentiale Des Fernsehangebots: Programmangebot Und Zielgruppenspezifische Interpretation by Werner FrühGewaltpotentiale Des Fernsehangebots: Programmangebot Und Zielgruppenspezifische Interpretation by Werner Früh

Gewaltpotentiale Des Fernsehangebots: Programmangebot Und Zielgruppenspezifische Interpretation

As told byWerner Früh

Paperback | October 5, 2001 | German

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Um den geneigten Lesern eines Buches, in dessen Titel das Stichwort "Gewalt" vorkommt, unnötige Mühe und Frustration (eine Vorbedingung fiir Gewalt!) zu ersparen, möchte ich bereits vorab einerseits die zutreffenden Erwartungen kurz bestätigen und andererseits etwas ausfiihrlicher das beschreiben, was das Buch nicht leisten will bzw. kann. Hier geht es um Rezeption, nicht um Wirkung von Gewalt. Nun sind beide Begrif­ fe leider nicht so klar voneinander abgegrenzt, daß man mit den Konstruktbezeichnun­ gen den Unterschied bereits völlig eindeutig beschrieben hätte. Da man Definitionen zentraler Begriffe unseres Faches aber nicht einfach "mal eben so" im vierten Satz eines Vorwortes unterbringt, kann und will ich selbstverständlich hier dieses Tabu auch nicht antasten. Zum Glück hilft die bisherige Forschungstradition auch ohne Definition weiter. Bei Wirkungen denkt man sofort an Theorien und empirische Untersuchungen, die sich mit der generellen Frage beschäftigen, ob durch die Nutzung gewalthaitiger Medienangebote die Menschen aggressiver, ängstlicher oder gar gewalttätig gegenüber ihren Mitmenschen werden. Dazu existiert mittlerweile ein gutes Dutzend mehr oder weniger gut bestätigter Wirkungstheorien. Dies ist nicht direkt unser Thema. Indirekt aber schon, denn alle diese Studien und Theorien gehen von einem gewalthaitigen Medienangebot als Stimulus aus, dessen Gewaltpotenz erst einmal inhaltsanalytisch zu beschreiben war. In der öffentlichen Diskussion begnügte man sich oft bereits mit dieser Beschreibung und unterstellte sofort entsprechende Wirkungen.
Dr. Werner Früh ist Professor am Institut für Kommunikations und Medienwissenschaft der Universität Leipzig.
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Title:Gewaltpotentiale Des Fernsehangebots: Programmangebot Und Zielgruppenspezifische InterpretationFormat:PaperbackPublished:October 5, 2001Publisher:VS Verlag für SozialwissenschaftenLanguage:German

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ISBN - 10:3531137069

ISBN - 13:9783531137063

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Table of Contents

1. Einleitung und Forschungsstand.- 2. Theorie.- 2.1 Problemstellung aus dynamisch-transaktionaler Perspektive.- 2.1.1 Multikausalität und molarer Kontext.- 2.1.2 Transaktionaler Gewaltbegriff.- 2.1.3 Dynamik: Erratische und kontinuierliche Gewaltwirkungen.- 2.2 Der normativ-nominale Gewaltbegriff.- 2.2.1 Verhalten mit schädigender Intention.- 2.2.2 Schädigung.- 2.2.3 Täter.- 2.2.4 Opfer.- 2.2.5 Relativierungen und Komplexionen.- 2.2.6 Alltagsgewalt.- 2.2.7 Gewalttypologie.- 2.2.8 Gewalt und Mediengewalt: Dimensionen.- 2.3 Forschungsfrage, Hypothesen und Untersuchungsanlage.- 3. Rezeptionsstudie.- 3.1 Methode.- 3.1.1 Wahrnehmungsurteile zur Rezeption von Gewalt.- 3.1.2 Medienmerkmale.- 3.1.3 Analysemethode.- 3.2 Ergebnisse.- 3.2.1 Kognitive Identifikation von Gewalt: Urteil "gewalthaltig".- 3.2.1.1 Globale Dimensionen.- 3.2.1.2 Darstellungseffekte und Publikumseinflüsse.- 3.2.1.3 Relativierungen.- 3.2.1.4 Indirekte Gewaltformen.- 3.2.2 Angst: Negativ-affektives Urteil "angsterregend".- 3.2.2.1 Globale Dimensionen.- 3.2.2.2 Darstellungseffekte und Publikumseinflüsse.- 3.2.2.3 Relativierungen.- 3.2.3 Empathie / Mitgefühl: Urteil "schrecklich / schlimm".- 3.2.3.1 Globale Dimensionen.- 3.2.3.2 Darstellungseffekte und Publikumseinflüsse.- 3.2.3.3 Relativierungen.- 3.2.4 Faszination und Unterhaltung: Urteil "toll, faszinierend".- 3.2.4.1 Globale Dimensionen.- 3.2.4.2 Darstellungseffekte und Publikumseinflüsse.- 3.2.4.3 Relativierungen.- 3.2.5 Kognitiv-affektives Urteil "interessant".- 3.2.5.1 Globale Dimensionen.- 3.2.5.2 Darstellungseffekte und Publikumseinflüsse.- 3.2.5.3 Relativierungen.- 3.2.6 Explorative Sonderauswertungen auf Szenenebene.- 3.2.6.1 Extremgruppenanalyse.- 3.2.6.2 Szenen, die mehrere Effekte in hohen Maße erzielen.- 3.2.6.3 Szenen mit speziellen Inhalten.- 3.3 Multikausale Beziehungen und multiple Effekte im molaren Kontext von Gewaltwahrnehmungen.- 4. Anwendung der evaluierten Rezeptionsparameter.- 4.1 Medienangebot. Inhaltsanalyse des Fernsehprogramms.- 4.2 Medienanalyse und interpretiertes Gewaltangebot im Fernsehprogramm.- 4.2.1 Interpretation von Gewaltangeboten nach Sender und Sendeplatz.- 4.2.2 Interpretiertes Gewaltpotential nach Sender und Sendungstyp.- 4.2.3 Ausgewählte Zielgruppenvergleiche.- 4.2.4 Interpretationen nach Angsterregung, Mitgefühl, Faszination und Interesse.- 4.3 Medienanalyse, Rezeption und Reichweite. Das an konkreten Tagen genutzte und interpretierte Gewaltangebot des Fernsehens.- 5. Zusammenfassung und Diskussion.