Komponenten der Tauschkonzeption innerhalb des aristotelischen Systems von Ökonomik, Chrematistik und Gerechtigkeit by Christoph Schelhammer

Komponenten der Tauschkonzeption innerhalb des aristotelischen Systems von Ökonomik, Chrematistik…

byChristoph Schelhammer

Kobo ebook | October 8, 2009 | German

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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: sehr gut, Universität Zürich (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Geld und Wert oder System und Lebenswelt, Sprache: Deutsch, Abstract: Athens Reichtum im 4. Jahrhundert v. Chr. beruhte in erster Linie auf dem Handel. Die aristotelische Konzeption einer geschlossenen Hauswirtschaft war deshalb bereits zur Zeit ihrer Entstehung antiquiert und konservativ; sie trug den tatsächlich bestehenden Verhältnissen nicht mehr genügend Rechnung. Zum anderen behandelt Aristoteles die politische Ökonomie als Staatswirtschaft lediglich am Rande, denn die Polis tritt in seiner Staatslehre nicht direkt als Wirtschaftssubjekt auf, obwohl sie der monetären Hilfsquellen des Oikos bedarf, um die Staatsgeschäfte aufrechtzuerhalten. Damit ist eine von der Ökonomik als Hausverwaltungslehre ausgehende Tausch- und Handelskonzeption integraler Bestandteil des aristotelischen Wirtschaftsverständnisses, wie es die Nikomachischen Ethik und die Politik systematisiert, und das sich als praktische Philosophie entlang menschlicher Interessen letztlich in einer ethischen Theorie des Tauschs manifestiert. Die Konzeption des Gütererwerbs bildet einen grundlegenden Komplex innerhalb des aristotelischen Wirtschaftssystems. Sie umfasst neben den verschiedenen Tauschformen auch die Frage nach der Möglichkeit der Vergleichbarkeit von Tauschgütern und die der gerechten Verteilung von öffentlichen und privaten Gütern sowie des gerechten Tauschs. In thematischer Ordnung unterscheidet das aristotelische Wirtschaftssystem folgende Komponenten: (1)Ökonomik: Tausch als natürliche Erwerbskunst; (2)Chrematistik: Tausch als widernatürliche Erwerbskunst; (3)Kommensurabilität: Vergleichbarkeit von Tauschgütern; (4)Verteil- und Tauschgerechtigkeit; Das erste Kapitel analysiert die Vorbedingungen einer natürlichen Erwerbskunst, das zweite geht über in die widernatürliche Erwerbskunst und beschreibt die Problematik des Warenhandels und des Zinswesens sowie die aristotelischen Kritik, dass damit das Ziel des guten Lebens verfehlt und das Prinzip des rechten Masses verletzt wird. Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Problem der Vergleichbarkeit von auf dem Markt zu tauschenden Gütern, wobei Aristoteles sowohl dem Geld wie auch dem Bedarf als Moment möglicher Kommensurabilität diesbezügliche Unangemessenheit attestiert. Das vierte Kapitel schliesst mit der Frage nach einer ökonomischen Gerechtigkeit bei Güterverteilung und -tausch und versucht, sie im Rahmen der Partikulargerechtigkeit zu beantworten. Es entschlüsselt die distributive Gerechtigkeit der gerechten Güterverteilung und die kommutative Gerechtigkeit als Tauschgerechtigkeit.

Title:Komponenten der Tauschkonzeption innerhalb des aristotelischen Systems von Ökonomik, Chrematistik…Format:Kobo ebookPublished:October 8, 2009Publisher:GRIN VerlagLanguage:German

The following ISBNs are associated with this title:

ISBN - 10:3640441451

ISBN - 13:9783640441457

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