Nietzsche-Referenzen bei Houellebecq: Adaption, Eklektizismus oder Ironie? by Anonym

Nietzsche-Referenzen bei Houellebecq: Adaption, Eklektizismus oder Ironie?

byAnonym

Kobo ebook | August 6, 2008 | German

Pricing and Purchase Info

$12.79 online 
$15.99 list price save 20%

Available for download

Not available in stores

about

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 2-3, Ludwig-Maximilians-Universität München (Deutsche Philologie), Veranstaltung: Seminar, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn Literatur Philosophen zitiert, können verschiedene Absichten dahinter stehen: Kniefall, Kritik oder Ablehnung, ironischer Rekurs, Zynismus oder Prahlerei. Jeder Philosophenname ist semantisch aufgeladen; je bekannter, desto vielfältiger sind die Verknüpfungen, die er zu erzeugen vermag. Leibniz, Kant, Hegel - schlichtes Namedropping kann bereits Assoziationsketten auslösen, die - abhängig vom Wissenshorizont des Rezipienten - über die Autorenintention hinausreichen können. Hinter Philosophennamen stehen Modelle zur Erklärung der Welt; ein Name kann den Beginn einer neuen Art, zu denken und zu argumentieren markieren. Wenn Michel Houellebecq seinen Protagonisten Bruno gegen Ende der Elementarteilchen irgendwann Mitte vierzig in der Psychiatrie enden lässt, dann muss das nicht unbedingt auf Friedrich Nietzsche bezogen sein - auch wenn dieser im Alter von 45 Jahren in Genua seine ersten legendären Ausfälle erlitt. Insgesamt jedoch sind die die ex- und impliziten Anspielungen gerade auf den Kulturkritiker Nietzsche in den Erzähltexten von Houellebecq zahlreich. Auch in Houellebecqs Aufsätzen fällt, neben vielen anderen Philosophennamen, häufig dieser eine. Als Autor, dessen Thema soziokulturelle Verfallserscheinungen sind, ist es wohl auch schwer, den 'Philosophen mit dem Hammer' zu ignorieren - schließlich hat Nietzsche bereits auf die Autoren der Dékadence stark gewirkt. Sowohl Nietzsche als auch Houellebecq sind brachiale Kulturkritiker - wieso sollte sich also der Jüngere nicht auf den Älteren bezie-hen? Kennen muss er die Ideen Nietzsches in jedem Fall, will er Peinlichkeiten vermeiden. In einem Interview mit der Zeitschrift Literaturkritik sagt Houellebecq, angesprochen auf das Thema 'Übermensch': 'Ich kenne Nietzsche sehr gut, aber schätze ihn nicht.' Wieso aber kommt Houellebecq dem verschmähten Deutschen inhaltlich so nah? Welchem Zweck dienen die Zitate und Analogien? In einer genaueren Betrachtung der Nietzsche-Referenzen soll diese Frage geklärt werden.
Title:Nietzsche-Referenzen bei Houellebecq: Adaption, Eklektizismus oder Ironie?Format:Kobo ebookPublished:August 6, 2008Publisher:GRIN VerlagLanguage:German

The following ISBNs are associated with this title:

ISBN - 10:3640132459

ISBN - 13:9783640132454

Look for similar items by category:

Reviews