Rebellen zwischen den Sternen: Science Fiction Abenteuer by Alfred Bekker

Rebellen zwischen den Sternen: Science Fiction Abenteuer

byAlfred Bekker

Kobo ebook | March 25, 2013 | German

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Es gab eine Zeit, in der man die Erdmenschen Madanoi nannte. Das bedeutet im Allgemeinsprech der Fünf-Völker-Allianz KALIMPAN so viel wie „Eroberer“. 
Aus der Galaktischen Chronik

*

Ein Trümmerhaufen! Mehr ist nicht geblieben! Der klägliche Rest einer großen Raumflotte... Und wir glaubten uns schon dem Sieg so nah, als wir das Heimatsystem der Madanoi erreichten!
Admiral Sekiros, Kommandant der STERN VON DAYNOR, dem daynidischen Flaggschiff der KALIMPAN-Flotte saß wie versteinert im Kommandantensessel der Zentrale.
Soeben war der Kontakt nach Caradal abgebrochen worden, weil ein starker Paliorac-Verband sich dem gegenwärtigen Standort der STERN VON DAYNOR näherte.
Die Lage war hoffnungslos. Zusammen mit einer Gruppe von insgesamt etwa 300 Allianzraumschiffen aus der ehedem nach zehntausenden zählenden Flotte, die an der Schlacht um das Madanoi-System mit der geheimnisumwitterten „Erde“, dem Hauptplaneten dieser verhassten Eroberer, teilgenommen hatte, schwebte die STERN VON DAYNOR zusammen mit diesem versprengten Rest im äußeren Bereich eines unbewohnten Sonnensystems. In den Allianz-Katalogen wurde es mit der Nummer 66789 geführt. Es handelte sich um eine Sonne im Stadium eines roten Riesen. Die inneren Planeten dieses Systems – so es sie denn irgendwann einmal gegeben hatte – waren vermutlich von Stern 66789 verschluckt worden, als dieser seine äußere Hülle aufblähte. Bei den noch vorhandenen Planeten handelte es sich um Gasriesen, die jeweils von einem Schwarm planetoidenhafter, oft unregelmäßig geformter Monde umgeben wurden, von denen im Laufe der Zeit einer nach dem anderen aus seiner Umlaufbahn gerissen und ins Innere des Roten Riesen gezogen wurde.
Mehrere dieser Gesteinsbrocken befanden sich gerade auf der letzten, irregulären Reise ins rote Höllenfeuer.
Und ihnen werden wohl auch einige unserer Raumschiffwracks folgen, ging es Sekiros bitter durch den Kopf. 
Durch eine Serie von Nottransitionen hatte sich dieser bunt zusammen gewürfelte Verband retten können, nachdem die Paliorac in die Schlacht um das Madanoi-System eingegriffen und die versammelte Allianz-Flotte vernichtend geschlagen hatten. Nur wenige KALIMPAN-Einheiten hatten sich retten können. Und diese Versprengten wurden nun nach allen Regeln der Kunst gejagt.
Die anorganischen Paliorac und die mit ihnen verbündete Flotte der Madanoi wollten letztlich die vollkommene Zerstörung der KALIMPAN-Flotte, um die zur Allianz gehörenden Welten ungehindert einnehmen zu können. Monate würde die vollständige Inbesitznahme des gewaltigen Territoriums dauern, das bislang von den KALIMPAN-Völkern beherrscht worden war. Allein die den Madanoi zum Verwechseln ähnlich sehenden humanoiden Dayniden siedelten in über tausend Sonnensystemen.
Aber nach dem Sieg über die KALIMPAN-Flotte gab es nichts mehr, was die Sieger noch daran hätte hindern können, ihre Beute in Besitz zu nehmen. 
Sie konnten sich sogar Zeit dabei lassen...
Eine Erschütterung durchlief das Flaggschiff.
„Beschuss durch herannahende Madanoi-Einheiten“, meldete der Ortungsoffizier. „Schutzschirme auf siebzig Prozent. Leistungsfähigkeit sinkt. Ein Konverter ist ausgefallen.“
„Feuer erwidern!“, befahl Sekiros. „Wir müssen dem Angriff eine Weile standhalten!“
„Wäre nicht eine weitere Nottransition zu empfehlen?“, fragte Estan, der Erste Offizier der STERN VON DAYNOR.
Das Gesicht des Admirals wirkte wie aus Stein gemeißelt. Die Haare waren grau, fast weiß und sehr kurz. Das schockgrüne Innere seiner Augen bildete dazu einen markanten Kontrast. „Den Befehl dazu werde ich nur geben, wenn es nicht anders geht“, erklärte er. „Erstens kennen die Gegner den Code unserer Schiff-zu-Schiff-Kommunikation, den irgendwelche verfluchten Verräter ihnen offenbar zugespielt haben! Wir würden am Zielpunkt der Transition wieder nur wenige Augenblicke später auf sie treffen. Und zweitens könnten mindestens 30 Prozent unserer Einheiten einen Transitionssprung nicht mehr mitmachen... Wir müssten sie zurücklassen...“
Der Funkoffizier meldete sich.
Es kam eine Nachricht des Sheeg-Schiffs MATAN-RO herein.
Das Gesicht des echsenköpfigen Kommandanten erschien auf einem der Nebenbildschirme.
„Hier Sang-Toy, Kommandant der MATAN-RO. Unser Schiff steht vor der Explosion. Die Fusionskonverter haben ein kritisches Stadium erreicht. Schutzschilde sind zusammengebrochen. Ein Drittel der Besatzung konnte in Beiboote evakuiert werden und ist unterwegs zu anderen KALIMPAN-Schiffen... Aber wir werden jetzt beschossen!“
Die Übertragung wurde gestört.
Schlieren wanderten über das Bild. Der Ton wurde von Rauschen und Pfeiftönen unterbrochen.
Schließlich brach die Nachricht ab.
„Kommunikationskanal unterbrochen“, stellte der Funkoffizier fest.
„Drei Paliorac-Schiffe und mehrere Madanoi-Einheiten sind in der Nähe der MATAN-RO aus dem Hyperraum materialisiert und haben das Schiff eingekreist“, meldete der Ortungsoffizier.
Auf dem großen Panoramaschirm der STERN VON DAYNOR war im nächsten Moment eine gewaltige Explosion zu sehen, die für Sekunden den roten Riesen 66789 bei weitem überstrahlte.
„Das war die MATAN-RO!“, meldete der Ortungsoffizier. 
Neben dem Hauptschirm befand sich eine kleine, dreidimensionale schematische Darstellung des Systems 66789, in der die Positionen der einzelnen Schiffe markiert waren. Es war deutlich erkennbar, wie immer weitere Paliorac- und Madanoi-Einheiten materialisierten. Sie kreisten dabei den Verband der KALIMPAN-Überlebenden geschickt ein und nahmen jeweils einzelne Einheiten gezielt unter Feuer. Ein weiteres Schiff explodierte. Es handelte sich um ein pfeilförmiges ovoanisches Schiff, das kaum noch manövrierfähig war.
Alles ist jetzt ein Wettrennen gegen die Zeit!, dachte Sekiros. 
Überall versuchten die Kommandanten der stark angeschlagenen und teilweise kaum noch einsatzfähigen KALIMPAN-Schiffe, ihren Mannschaften mit Hilfe 

Title:Rebellen zwischen den Sternen: Science Fiction AbenteuerFormat:Kobo ebookPublished:March 25, 2013Publisher:CassiopeiaPressLanguage:German

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ISBN:9990005818452

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