Repräsentation von Herrschaft im Mittelalter: Mit einem Vergleich zum Repräsentationsmodus des Demokratieprinzips des Grundgesetzes by Alexander Krey

Repräsentation von Herrschaft im Mittelalter: Mit einem Vergleich zum Repräsentationsmodus des…

byAlexander Krey

Kobo ebook | August 29, 2008 | German

not yet rated|write a review

Pricing and Purchase Info

$8.69 online 
$9.99 list price save 13%

Available for download

Not available in stores

about

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Jura - Andere Rechtssysteme, Rechtsvergleichung, Note: 15 Punkte, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Veranstaltung: Recht und Repräsentation, 27 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In Deutschland gibt es keinen terminologischen Konsens zum Begriff der Repräsentation.1 Im Grundsatz kann aber zwischen einer stärker rechtlich-politischen Sichtweise als Stellvertretung sowie einer mehr theologischen Betrachtungsart als Vergegenwärtigung vorgegebener Ideen und Ordnungsstrukturen unterschieden werden.2 Beiden Bedeutungsweisen liegt als gemeinsame Wurzel der lateinische Begriff repraesentatio zu Grunde. Auch wenn beide Formen des Wortgebrauchs begrifflich sehr wohl unterschieden werden können und auch müssen, so sind sie im Mittelalter wie überhaupt Staat und Kirche eng mit einander verbunden und kaum zu trennen. Repräsentation bedeutete für die Herrschenden des Mittelalters in einem sehr starkem Maße die Sichtbarmachung der sozialen Stellung, da der die Herrschaft legitimierende Konsens kein auf ewig erlangter Status war, sondern fortwährend hergestellt und herbeigeführt werden musste.3 Die Notwendigkeit der Vergegenwärtigung von Herrschaft folgte aus der ständigen Notwendigkeit der Legitimation der Herrschaft.4 Zeremoniell und Symbolik als Repräsentationsmittel spielten daher eine große, wenn nicht sogar beherrschende Rolle bei den großen Staatsaktionen des Reiches und der Territorien: So wurden die Reichsfürsten mittels der Übergabe einer Fahne belehnt, der Ritterschlag geschah durch Berührung mit der ritterlichen Waffe des Schwertes und die Kurfürsten bekundeten dem Kaiser ihre Unterwerfung, indem sie ihm als Marschall, Kämmerer, Truchseß und Mundschenk symbolisch dienten.5 Diese reichhaltige Symbolik veranschaulichte Rechtsgeschäfte und machte so das Herrschafts- und Anhängigkeitsverhältnis für jedermann sinnlich wahrnehmbar.6 Mittels dieser Symbolik wurde Herrschaft repräsentiert und Rechtssicherheit erst ermöglicht.7 Im Grunde genommen wurde nicht darstellbares Recht über das Mittel der Symbolik in eine darstellbare Form überführt. Repräsentation war hierbei auch zugleich Kommunikation:8 In der mittelalterlichen Gesellschaft musste sich der Mensch fortwährend durch die Darstellung dessen ausweisen, was er war und zu sein beanspruchte.9 1 Hofmann 2003, S. 16. 2 Wenzel 2005, S. 27. 3 vgl. Sauter 2003, S. 11. 4 Sauter 2003, S. 11. 5 Andermann, AmrhKG 1990, S. 125 (125). 6 vgl. Andermann, AmrhKG 1990, S. 125 (125). 7 Becker, HRG IV, Sp. 337 (338). 8 Sauter 2003, S. 12 f. 9 Wenzel 2005, S. 11.

Details & Specs

Title:Repräsentation von Herrschaft im Mittelalter: Mit einem Vergleich zum Repräsentationsmodus des…Format:Kobo ebookPublished:August 29, 2008Publisher:GRIN VerlagLanguage:German

The following ISBNs are associated with this title:

ISBN - 10:3640149270

ISBN - 13:9783640149278

Look for similar items by category:

Customer Reviews of Repräsentation von Herrschaft im Mittelalter: Mit einem Vergleich zum Repräsentationsmodus des Demokratieprinzips des Grundgesetzes

Reviews