Tiberius Gracchus: Ein Phänomen der späten römischen Republik by Thomas Zejewski

Tiberius Gracchus: Ein Phänomen der späten römischen Republik

byThomas Zejewski

Kobo ebook | December 1, 2010 | German

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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Historisches Institut - Abteilung Alte Geschichte ), Veranstaltung: Grundlagen der klassischen Welt, Sprache: Deutsch, Abstract: Inwiefern lässt sich bei der Beschreibung des intentionalen Handelns von Tiberius Gracchus fiktionale Zuschreibung von quelleninduzierten Beurteilungen unterscheiden und welche Schwierigkeiten treten dabei auf? Ist seine Agrarreform eine revolutionäre Aktion oder getrieben von einem reformkonservativen Impetus? Auszug: Tiberius Sempronius Gracchus hat es geschafft: Seiner Person wurde die zweifelhafte Ehre zuteil im Vorabendprogramm des ZDF aufzutauchen. Nun kann der rezeptionsgeschichtlichen Betrachtungsweise ein weiteres Mosaiksteinchen hinzugefügt werden. Problematisch hierbei ist, dass schon die Quellen, aufgrund derer wir von seiner Existenz und seinen Taten, sowie ihrer Bewertung wissen, sich teilweise widersprechen beziehungsweise aufgrund ihrer zeitlichen Entfernung zu den Vorkommnissen sehr kritisch zu sehen sind. Wer war Tiberius Gracchus? Was hat er getan, dass er noch heute die Gemüter bewegt? Wie ist seine Rolle in der römischen Republik einzuschätzen? Und wie wurde sein Leben und Werk rezipiert? Dies alles sind Fragen die sich bei einer Annäherung an ihn auftun. Die Schwierigkeit einer Bewertung fängt jedoch schon bei der Überlieferung, bei den Quellen an, denen ich mich später noch widmen möchte. Zuvor gehe ich auf den Forschungstand ein, um die stark differierenden Meinungen bezüglich einer Einschätzung der sozio-ökonomischen Situation jener Zeit und dem Handeln des Tiberius darzulegen. Theodor Mommsen beurteilte die von Tiberius angestrebte Landneuverteilung des ager publicus als zwar juristisch nachvollziehbaren, jedoch da an der Mehrheit des Senats vorbeigehenden, revolutionären Versuch. Nicht was er zur Sprache brachte, sondern die Art und Weise seines Vorgehens brachten ihm laut Mommsen den Tod. Klaus Bringmann zeichnet in seinem publizierten Vortrag das damalige konventionelle Bild nach, welches seiner Meinung nach darin bestand, dass infolge der 'römischen 'Weltpolitik' des zweiten Jahrhunderts' große Besitztümer in die Hände einer kleinen Oberschicht gelangten, die ihre Überlegenheit auch durch den Einsatz von Sklaven ausspielten. Aber eine Schwächung des Bauerntums resultierte auch in der Schwächung der Wehrkraft, welcher durch Landesverteilung entgegengesteuert werden könnte. Da jedoch die Reformpläne des Tiberius nur bedingt umgesetzt wurden, bleibt bis heute offen, ob durch ihn der schleichende Untergang der römischen Republik hätte verhindert werden können oder ob er durch ihn vorangetrieben wurde.
Title:Tiberius Gracchus: Ein Phänomen der späten römischen RepublikFormat:Kobo ebookPublished:December 1, 2010Publisher:GRIN VerlagLanguage:German

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ISBN - 10:3640765850

ISBN - 13:9783640765850

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