Vom besonderen Nutzen der Ethnopsychoanalyse: Maya Nadig und Marjorie Shostak im Vergleich by H. Hartwig

Vom besonderen Nutzen der Ethnopsychoanalyse: Maya Nadig und Marjorie Shostak im Vergleich

byH. Hartwig

Kobo ebook | August 12, 2009 | German

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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Historische Ethnologie), Veranstaltung: Einführung in die psychologische Anthropologie, Sprache: Deutsch, Abstract: - Hat die Ethnologie ohne die Psychoanalyse eine Zukunft? - Nein. - Hat die Psychoanalyse ohne die Ethnologie eine Zukunft? - Nein. Diese selbstbewusste Meinung über die Verbindung von Ethnologie und Psychoanalyse stammt von Mario Erdheim, einem der wichtigsten Ethnopsychoanalytiker unserer Zeit. Nicht weniger überzeugt von den Leistungen dieser Disziplin ist Maya Nadig, wenn sie schreibt: »In ihren Arbeiten [denen der Ethnopsychoanalyse H.H.] ist es wohl zum ersten Mal gelungen, eine fremde Kultur so darzustellen, dass die einzelnen Rituale, Institutionen und Glaubensinhalte »von innen heraus« in ihrer Bedeutung für die in dieser Kultur lebenden Subjekte deutbar und verständlich wurden, und zwar nicht einfach auf einer rationalen Ebene, sondern auch auf der des Unbewussten.« (Nadig 1991: 219) Dieser Aussage dürften wohl die wenigsten nicht ethnopsychoanalytisch arbeitenden Ethnologen zustimmen. Versuchen sie doch mit ihren Ansätzen ebenso, fremde Kulturen »von innen heraus« zu verstehen, wenngleich auch nicht, indem sie deren Innerstes - Unbewusstes - herausarbeiten, was laut Nadig über ein rationales Verständnis der Kultur hinaus zu neuen Erkenntnissen führt. Welcher Art können diese sein? Ist die Arbeit mit und am Unbewussten nicht auch nur ein ethnologischer Ansatz unter vielen? Ich möchte herausfinden, ob die Ethnopsycholanalyse wirklich Erkenntnisse generiert, zu denen andere Ethnologen nicht kommen. Dazu vergleiche ich zwei Ethnographien miteinander: Maya Nadig »Die verborgene Kultur der Frau« (1986) und Marjorie Shostak »Nisa. The Life and Words of a !Kung Woman« (1981). Im ersten Teil des Textes werde ich die Ethnographien vorstellen und meine Entscheidung für sie begründen. Im zweiten Teil gehe ich zunächst auf die Ethnopsychoanalyse von Maya Nadig ein und stelle deren zentrale Elemente vor, die dann als Grundlage für den Vergleich dienen. Beim Vergleich der beiden Ethnographien leiten mich folgende Fragen: Welche Rolle spielen der jeweilige Ansatz bzw. die durch ihn gewonnen Erkenntnisse für die jeweilige Ethnographie? Inwiefern unterscheiden sich die auf unterschiedlichen Wegen gewonnenen Erkenntnisse voneinander und welche Vor- und Nachteile haben die beiden Herangehensweisen? Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Ethnographien werde ich vor allem auf der Ebene der Methode untersuchen. Im dritten Teil meiner Arbeit fasse ich die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und entwickle Antworten auf die gestellten Fragen.
Title:Vom besonderen Nutzen der Ethnopsychoanalyse: Maya Nadig und Marjorie Shostak im VergleichFormat:Kobo ebookPublished:August 12, 2009Publisher:GRIN VerlagLanguage:German

The following ISBNs are associated with this title:

ISBN - 10:3640396766

ISBN - 13:9783640396764

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