Willensschwäche bei Platon, Aristoteles und Donald Davidson by Anonym

Willensschwäche bei Platon, Aristoteles und Donald Davidson

byAnonym

Kobo ebook | February 6, 2005 | German

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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Grenzen der Vernunft? Selbsttäuschung und Willensschwäche, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Willensschwäche wird von vielen Philosophen als 'Scheinproblem' angesehen, ihre Existenz als philosophisches Problem wird von einigen gar geleugnet. Dies scheint eine logische Notwendigkeit zu sein: eine absichtliche Handlung gegen das eigene bessere Urteil ist mit den gängigen philosophischen Handlungstheorien nicht erklärbar. Von der antiken Philosophie bei Platon und Aristoteles bis zu den heutigen rationalen Handlungstheorien werden Handlungen nach einem Schema erklärt, in dem die Überlegungen oder das Wissen des Handelnden für ausschlaggebend gehalten werden. Die sogenannte neohumesche Position vertritt den Ansatz, dass auch rationale Gründe auf einer 'motivationalen Verfassung' basieren müssen. Ihre Theorie von absichtlichen Handlungen könnte man folgendermaßen zusammenfassen: Einem Zustand wird ein postiver Wert beigemessen (Wunsch), und nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten wird eine Handlung für geeignet gehalten, diesen Zustand herbeizuführen (Meinungsurteil). Beides zusammen stellt den Grund dafür da, dass die Handlung erfolgt. Eine rationale Handlungstheorie sucht also nach den Gründen für die Handlung, jedoch sucht sie nicht nur, sondern fordert sie auch. Wie Stefan Gosepath zeigt, heisst Rationalität (ratio, raison, reason = Grund) nichts anderes als 'Wohlbegründetheit', die absichtliche Handlung muss also nicht nur (aus einem motivationalem Zustand heraus) erklärbar sein, sie muss auch (logisch) die Handlung rechtfertigen. Die Handlung eines durstigen Schiffbrüchigen, der Meerwasser trinkt, kann man zwar aus seiner Motivation (Durst) heraus erklären, jedoch nicht logisch rechtfertigen, denn seine Handlung erfüllt ihm seinen Wunsch nicht, sie wird ihn lediglich noch durstiger machen. Nun befindet sich der Schiffbrüchige in einer Notsituation, und wir werden in Bezug auf seine Handlungen nachsichtig sein, dass er nicht alle Für und Wider sorgfältig abgewägt hat. Mit dem Willensschwachen steht es aber anders: Er ist nicht notwendigerweise in einer Ausnahmesituation, und er hat eine Entscheidung nach Abwägung getroffen, nur handelt er nicht nach ihr.

Title:Willensschwäche bei Platon, Aristoteles und Donald DavidsonFormat:Kobo ebookPublished:February 6, 2005Publisher:GRIN VerlagLanguage:German

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ISBN - 10:3638347532

ISBN - 13:9783638347532

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