Zeit und strategische Planung: Analyse der Zeitdimension zur Stützung der Unternehmenspraxis by Rolf SchulteZeit und strategische Planung: Analyse der Zeitdimension zur Stützung der Unternehmenspraxis by Rolf Schulte

Zeit und strategische Planung: Analyse der Zeitdimension zur Stützung der Unternehmenspraxis

As told byRolf Schulte

Paperback | February 15, 1996 | German

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Obgleich die Betriebswirtschaftslehre seit jeher auch die Zeitdimension in ihre Unter­ suchungen einbezieht, hat sie sich bisher noch nicht grundsätzlich und umfassend mit der Rolle auseinandergesetzt, die der "Zeit" in der Unternehmenstheorie bzw. in speziellen betriebswirtschaftlichen Handlungsfeldern zukommt. Ein Grund dafür ist wohl, daß sich die Betriebswirtschaftslehre bislang überwiegend an einem mathema­ tisch-physikalischen Zeitbegriff orientiert hat; einem Begriff, der "Zeit" als ein vorge­ gebenes ontologisches Phänomen versteht. Dieses Verständnis von Zeit reicht für die praktische und theoretische betriebswirtschaftliche Arbeit allerdings nicht aus, da Zeit dort gerade dann relevant wird, wenn man sie als ein soziales Konstrukt begreift und mit menschlichem (sozialem) Handeln verknüpft. Im Hinblick auf diese Ausgangssituation hatte Herr Schulte also Pionierarbeit zu leisten. Um die Zeitproblematik ,im Handlungskontext der strategischen Planung analysieren zu können, mußten zunächst fachübergreifend die notwendigen begriffli­ chen Grundlagen geschaffen werden. Bei der Suche nach einer begrifflichen Basis geht der Verfasser souverän mit der fachfremden (psychologischen und soziologischen) Literatur um und weiß mit kritischem Blick auf sein Untersuchungsziel die Spreu vom Weizen zu sondern. Insbesondere die Arbeiten von Mead zur Konstitution inter­ subjektiver Zeit werden gekonnt selektiv rezipiert und kritisch weiterentwickelt. Als zentral für betriebswirtschaftliche Untersuchungen wird der Begriff der "Zeitperspek­ tive" eingeführt. Mit der "Zeitperspektive" setzt sich der Mensch selbst und seine vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Handlungen in zeitliche Beziehungen zueinander und zu den Ereignissen seiner Umwelt.
Title:Zeit und strategische Planung: Analyse der Zeitdimension zur Stützung der UnternehmenspraxisFormat:PaperbackPublished:February 15, 1996Publisher:Deutscher UniversitätsverlagLanguage:German

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ISBN - 10:3824462575

ISBN - 13:9783824462575

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Table of Contents

A. Problemaufriß.- I. Das unternehmenspraktische Zeit-Problem.- II. Zum Verhältnis von Unternehmenspraxis und Betriebswirtschaftslehre.- III. Die Zeit in der Betriebswirtschaftslehre: mögliche begriffliche Anknüpfungspunkte für die sprachlich-begriffliche Präzisierung des unternehmenspraktischen Zeit-Problems.- 1. Der mathematisch-physikalische Zeitbegriff.- 2. Der biologische Zeitbegriff.- 3. Der psychologische Zeitbegriff.- 4. Soziologische Zeitbegriffe.- a. Der klassische, von Sorokin und Merton eingeführte soziologische Zeitbegriff.- b. Der systemtheoretische Zeitbegriff Luhmanns.- IV. Abschließende Beurteilung der vorgefundenen begrifflichen Anknüpfungspunkte in der Betriebswirtschaftslehre.- 1. Methodische Defizite.- 2. Inhaltliche Defizite.- V. Konkretisierung der Fragestellung und Gang der Untersuchung.- B. Grundüberlegungen zur Zeit.- I. Vorschlag zu einer lebenspraktischen Fundierung des Zeitbegriffs.- 1. Anmerkungen zum Prozeß der Fundierung.- 2. Vorwissenschaftliches Verständnis von Zeit.- 3. Ein Vorschlag für die Rekonstruktion des Zeitbegriffs.- II. Zeit als Grunderfahrung des Menschen - eine phänomenologische Annäherung.- 1. Eine Anmerkung zur Interpretation von Husserls Theorie der Zeit als eine Theorie der Zeiterfahrung.- 2. Phänomenologische Grundpositionen bei der Analyse individueller Erfahrung von Zeit.- 3. Zeitbewußtsein und Wahrnehmung.- 4. Zeitbewußtsein und Wiedererinnerung.- III. Konstitution intersubjektiver Zeit.- 1. Die Konstitution intersubjektiver Zeit auf der Grundlage des individuellen Zeitbewußtseins.- a. Die Konstitution intersubjektiver Zeit nach Luckmann.- b. Eine Stellungnahme zur Konstitution intersubjektiver Zeit nach Luckmann.- 2. Die Konstitution intersubjektiver Zeit auf der Grundlage bewußtseinsexterner Ereignisstrukturen.- a. Die Konstitution intersubjektiver Zeit nach Mead.- (1) Der "Emergent Event" als Ursprung der Zeiterfahrung.- (2) Die Zeitperspektive als Ausdruck individueller Zeitverhältnisse.- (3) Der Perspektivenwechsel als unabdingbare Voraussetzung für die Konstitution intersubjektiver Zeit.- b. Eine Stellungnahme zur Konstitution intersubjektiver Zeit nach Mead.- 3. Der Prozeß der Objektivierung intersubjektiver Zeit.- IV. Intersubjektive Zeit und Handlung.- 1. Handeln versus Verhalten: eine kategoriale Grundunterscheidung.- 2. Zeit und Verhalten.- 3. Zur Interdependenz von Zeit und Handlung.- a. Zeitperspektiven als Mittel zur Problembewältigung.- b. Die Handlung als zeitkonstituierender "Emergent Event".- V. Dimensionen intersubjektiver Zeit: der Versuch einer Konkretisierung des Begriffs der Zeitperspektive.- 1. Zur Dimension des Zeitmaßstabs.- 2. Zur Dimension der Zeitorientierung.- 3. Zur Dimension des Zeithorizonts.- 4. Zur Dimension der Zeitgerichtetheit.- 5. Zur Dimension der Geschwindigkeit der Zeit.- VI. Zusammenfassung der Grundüberlegungen zur Zeit.- C. Die Zeitperspektive im Handlungskontext der strategischen Planung.- I. Konkretisierung der weiteren Vorgehensweise vor dem Hintergrund der zeittheoretischen Einsichten.- II. Der Handlungskontext der strategischen Planung.- III. Die Funktionen einer Zeitperspektive im Handlungskontext der strategischen Planung.- 1. Interpretationsfunktion der Zeit: die Zeitperspektive als Grundlage zur Beurteilung der Unternehmensumwelt.- 2. Meßfunktion der Zeit: die Zeitperspektive als Maßstab zur Bewertung von Stärken und Schwächen des Unternehmens.- 3. Koordinationsfunktion der Zeit: die Zeitperspektive als Instrument zur zeitlichen Abstimmung von Unternehmen und Umwelt.- a. Synchronisation als querzeitliches Koordinationsproblem.- b. Kontinuitätsstiftung als längszeitliches Koordinationsproblem.- 4. Motivationsfunktion der Zeit: die Zeitperspektive als Instrument zur Planung der Strategieumsetzung.- D. Die Zeitperspektiven der Bezugsgruppen eines Unternehmens als Ausgangspunkt für die Konstruktion einer strategischen Zeitperspektive.- I. Die generalisierte Zeitperspektive der Konkurrenz.- 1. Die Zeitstrukturen von Produkten.- a. Entstehungszyklus.- b. Marktzyklus.- c. Entsorgungszyklus.- 2. Die Zeitstrukturen von Technologien.- a. Potentialinduzierte Zeitstrukturen.- b. Bedarfsinduzierte Zeitstrukturen.- 3. Die Zeitstrukturen von Wettbewerbsstrategien.- a. Zeitpunkt des Markteintritts.- b. Geschwindigkeit der Strategierealisierung.- c. Dauerhaftigkeit von Wettbewerbsvorteilen.- II. Die generalisierte Zeitperspektive der Nachfrager.- 1. Das Problem der Zeitknappheit.- 2. Zeitstrukturen der Bedarfsdeckung.- 3. Zeitstrukturen der Produktnutzung.- III. Die generalisierte Zeitperspektive der Zulieferer.- IV. Die generalisierte Zeitperspektive der Arbeitnehmer.- V. Die generalisierte Zeitperspektive der Gesellschaft.- 1. Die Zeitstrukturen der rechtlich-institutionalisierten Zeitordnung.- 2. Die Zeitstrukturen der natürlichen Umwelt.- E. Grundlegende Merkmale einer strategischen Zeitperspektive: die Bilanz eines Konstruktionsversuchs.- Dimension Zeitmaßstab: Abstraktion und Konkretisierung.- 1. Der Zeitmaßstab zur Beurteilung der Unternehmensumwelt.- 2. Der Zeitmaßstab zur Bewertung von Stärken und Schwächen des Unternehmens.- 3. Der Zeitmaßstab als Koordinations- und Motivationsinstrument.- II. Dimension Zeitorientierung: Zukunftsorientierung und Vergangenheitsorientierung.- III. Dimension Zeithorizont: Kurzfristigkeit und Langfristigkeit.- 1. Der Zeithorizont der Zukunft.- 2. Der Zeithorizont der Vergangenheit.- IV. Dimension Zeitgerichtetheit: Linearer Verlauf und zyklischer Verlauf.- V. Dimension Geschwindigkeit der Zeit: Langsamkeit und Schnelligkeit.- 1. Eine ökonomische Betrachtung der Geschwindigkeit der Zeit.- a. Beschleunigung.- b. Verlangsamung.- 2. Eine ökologische Betrachtung der Geschwindigkeit der Zeit.- 3. Eine normativ-ethische Betrachtung der Geschwindigkeit der Zeit.- F. Ansatzpunkte für die Gestaltung des Konstruktionsprozesses einer strategischen Zeitperspektive in der Unternehmenspraxis.- I. Kritische Problemsituationen im Konstruktionsprozeß: eine kurze Rekapitulation der grundlegenden Einsichten zur strategischen Zeitperspektive.- II. Zur Aktualisierung einer strategischen Zeitperspektive: das Problem der "temporalen Sozialität".- 1. Instrumente zur Reformulierung der Vergangenheit.- 2. Instrumente zur Reformulierung der Zukunft.- III. Zur Unterstützung des Wechsels von Zeitperspektiven: das Problem der "strukturellen Sozialität".- 1. Der Wechsel der Zeitperspektive als mögliches Inkommensurabilitätsproblem.- 2. Abstrakte Redeinstrumente zur Unterstützung des Perspektivenwechsels.- 3. Situationsinszenierungen zur Unterstützung des Perspektivenwechsels.- Schlußbetrachtung.